Historie

Tischtennis in Oedheim - von den Anfängen bis...


In Oedheim erstmals erwähnt
Neubeginn 1956/1957
Wiederbeginn 1967
Führungswechsel
Daten seit 1947

Tischtennis - früher oft geringschätzig mit "PING-PONG" bezeichnet - hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Popularität gewonnen. Trotz der zahlreichen und einschneidenden Regeländerungen im Lauf der Jahre und jetzt ganz aktuell "Einführung des größeren 40-mm Balles", "Zählweise bis 11", "Ausländerregelung", etc. hat sich die Ballsportart Tischtennis als vollwertige Leistungssportart in Vereinen und Verbänden integriert. Reaktion, Kondition, Kampfgeist und Selbstdisziplin sind die wichtigsten Voraussetzungen, die ein guter Spieler haben muss. Geistige Beweglichkeit, Gefühl und taktische Einstellung ist oft mehr wert als spielerisches Können.


In Oedheim erstmals erwähnt


Schon kurz nach der Gründung der heutigen Sportvereinigung Oedheim e.V. stellt Walter Karger in einer Ausschusssitzung des Hauptvereins im Jahre 1947 den Antrag, dass einigen jungen Männern, auf deren Wunsch hin, erlaubt wird, Tischtennis als Ausgleichssport zu betreiben. Dies war der Anfang einer neuen Sportart.

Aus einer vom Schreiner Franz Karle gezimmerten Presspanplatte wurde damals in Eigenleistung eine Tischtennisplatte gefertigt, da seitens des Vereins kein Geld für den Kauf vorhanden war. Im Jugendheim und in der Bahnhofsgaststätte Keicher trafen sich die Spieler, um ihren, in Oedheim noch nicht bekannten Sport -Tischtennis- als Freizeitbetätigung auszuüben. Die Namen einiger Spieler von damals waren: Bürgermeister Sesan, Walter Karger, Hermann Weber, Rolf Schwind, Gebhardt Keicher, Bruno Drachler, um nur einige zu nennen. Im Frühjahr 1949 wurde von Bruno Drachler die Gründung der Tischtennis-Riege bekannt gegeben.

Hermann Weber brachte in der Generalversammlung der Spvgg Oedheim am 3. Dez. 1949 den ersten Jahresbericht der Abteilung, besser gesagt, den der Tischtennisriege vor. Sportkamerad Heinrich Ullmann (damals Union Böckingen) war in den Anfangsjahren öfters zu Gast in Oedheim und arrangierte, um Kontakte mit anderen Vereinen zu knüpfen, das ein oder andere Freundschaftsspiel. Im Jahr 1949 kam es zu einem ersten offiziellen "Clubkampf". Beim Jubiläum "40 Jahre Sport in Oedheim" eröffnete die TT-Riege die Festtage mit einem Freundschaftsspiel gegen den TSV Kochendorf. Doch dem Treiben dieser wenigen aktiven Tischtennisinteressierten war nur ein kurzes Leben geschenkt. Durch die fehlende Unterstützung des Vereins verlief sich nach wenigen Jahren wieder alles.


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Neubeginn 1956/1957


Jahre später - das Jahr 1956/1957 wurde geschrieben - führte Heinrich Ullmann, jetzt ein Oedheimer geworden, als Abteilungsleiter, wieder den Tischtennissport ein. Bis zum Jahr 1962 lief, teilweise mit großen Schwierigkeiten verbunden, der aktive Spielbetrieb; jedoch - erfolgreich. Trainingsbetrieb in der "Bahnhofsgaststätte Keicher", später in der viel zu kleinen "alten Kinderschule", Abneigungen innerhalb des Vereins gegen den "Neuling" Tischtennis und die beschränkte Anzahl von aktiven Spielern waren Gründe genug, ein Ende der Abteilung vorauszusignalisieren. Der Opferwille der Spieler (auch finanziell) und die einmalige Kameradschaft war wider aller vorhandenen Abneigungen die Grundlage für den Aufstieg in die Kreisklasse I.

Als dann ein, vom Kultusministerium, erteiltes Sportverbot in der alten Kinderschule kam und dadurch ins Sportheim ausgewichen werden musste, einige Spieler abwanderten, bedeutete es das endgültige "Aus" für die junge Abteilung, der zwischenzeitlich 40 Abteilungsmitglieder angehörten.


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Wiederbeginn 1967


Voraussetzungen, die Tischtennisabteilung wieder von ihrem "Dornröschenschlaf" zu erwecken, wurden mit der Fertigstellung der neuen Schulturnhalle geschaffen.
Erich Schenk übernahm diese Aufgabe, nachdem er seitens der Vorstandschaft der Sportvereinigung dazu gebeten wurde. Seine "Bedingung" war jedoch, den Weg selbst festlegen zu dürfen. Und sie lautete - in den ersten 5 Jahren ausschließlich Jugendarbeit betreiben.
Eine echte sportliche Marktlücke bestand bei der Oedheimer Jugend - männlich und weiblich. Nachdem die ersten Kinderkrankheiten ausgemerzt waren, plante man, bald die ersten Mannschaften an einer Verbandsrunde teilnehmen zu lassen. Unterstützung bei dieser aufwendigen und intensiven Arbeit fand Erich Schenk beim Sportkameraden Siegfried Schwartz, der immer zur Stelle war, wenn "Not am Mann" war.
Aus der breiten Masse, welche, um gesteckte Ziele erreichen zu können reduziert werden musste, kristallisierten sich im Laufe der Jahre talentierte Spieler und Spielerinnen heraus. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Erstmalig in der Abteilungsgeschichte nahm dann Ende der 60-iger Jahre eine Mädchenmannschaft und eine Jungenmannschaft an einer Verbandsrunde teil. Recht erfolgreich. Erwähnenswert ist der Aufstieg 1970 in die Mädchen-Bezirksliga.
Die vielen Mannschaftsmeisterschaften der Jungen, der Aufstieg 1975 in die Bezirksliga Heilbronn / Hohenlohe bewiesen dann, dass der langsame und kontinuierliche Aufbau die Grundlage für die späteren Erfolge bei den Herren sein sollte. Der bisher größte Erfolg bei den Aktiven, ein aus dieser guten Jugendarbeit resultierendes Ergebnis, war der Aufstieg der Herren I im Jahr 1982 in die höchste Spielklasse des Bezirks Heilbronn, der Bezirksklasse.
Auch auf Bezirksebene machte die Abteilung langsam von sich reden - "Oedheim" wurde ein Begriff. Den sehr talentierten Spielern aus den "Tischtennishochburgen" - damals wie heute - Neckarsulm, Sontheim und Gochsen, standen wird spielerisch in keiner Weise nach.


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Führungswechsel


Nach über 15 Jahren Abteilungsarbeit übernahm der seit 1975 tätige Jugendleiter Armin Krauskopf offiziell das Amt des Abteilungsleiters, nachdem er einige Tätigkeitsbereiche schon längere Zeit inoffiziell ausübte.
Erich Schenk, seit einigen Jahren in seiner Gesundheit etwas angeschlagen, übergab nach jahrelanger und sehr erfolgreicher Abteilungsarbeit, lange Zeit davon in Doppelfunktion (Abteilungsleiter und Jugendleiter, bzw. Abteilungsleiter und 1. Vorstand der Spvgg) das Zepter in jüngere Hände.
Für die verdienstvolle und unermüdliche Abteilungsarbeit, in Anerkennung der besonderen Verdienste um den Tischtennissport, erhielt Erich Schenk die bronzene Ehrennadel des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern eV (TTVWH).
Für die lange Zeit als aktiver Spieler erhielt er ebenfalls noch die silberne Spielernadel.
Ein gewollter Führungswechsel soll neue Ideen bringen, soll eine Abteilung beleben.
Dies im Interesse und zum Wohle aller umzusetzen ist nicht immer leicht.
Mit dem 1. Hobbyspielerturnier im Jahre 1982 wollte man den Freizeitspielern die Gelegenheit geben, sich im Wettkampf mit anderen Hobbyspielern aktiver zu betätigen.
Die Resonanz war überwältigend - ein Turnier für Hobbyspieler schien sich zu etablieren. Man staune. 1995 wurde es, trotz bereits spürbarer Mindermeldungen, bereits zum 14. Male ausgetragen. Bedauerlich ist, dass auch dieses jährlich stattfindende "Event" auf Grund des plötzlichen mangelnden Interesses 1997 letztmalig ausgetragen wurde
Internationale Kontakte hatte man im Jahr 1983. Im Geburtsort unseres Sportkameraden Stefan Zsebedits sen., im ungarischen Mosonmagyarovar verbrachte eine Abordnung von Spielern eine Woche mit viel sportlichem Programm.
Der Gegenbesuch in Oedheim war eine Selbstverständlichkeit.
Unter dem damaligen Jugendleiter Wolfgang Greis stieg im Spieljahr 1984/1985 unsere Mädchen-Mannschaft in die Verbandsliga Baden Württemberg auf. Ein großartiger und bisher noch nicht dagewesener Erfolg.
Die Teilnahme an den Württ. Einzel- und Doppel-Meisterschaften 1986 gelang unserer damaligen Jugendspielerin Carmen Erlewein (jetzt Carmen Schütz) und war für sie ein einmaliges Erlebnis und für die Tischtennisabteilung ein Zeichen guter Jugendarbeit.
Im Doppel erspielte sich Carmen unter den besten Spielerinnen Württembergs einen 5. Platz.
Erfolgreich waren unsere Mädchen auch bei den Aktiven. Die guten spielerischen Voraussetzungen waren Grundlage für das Erspielen vieler Meisterschaften. Jahr für Jahr stieg man bis zur Bezirksliga Heilbronn / Hohenlohe auf. In dieser Klasse spielen wir nun schon seit vielen Jahren. Wenn man auch nie mit vorne mitspielt, so ist es dennoch erfreulich, mit welchem Engagement sich die Damen (fast alles "Eigengewächse") in jedem Spiel einsetzen und nach ihren spielerischen Möglichkeiten das beste herausholen.
Auch die Herren standen in den Erfolgen nicht nach. Zahlreiche Mannschaftsmeisterschaften und Pokalerfolge in den Jahren 1988 - 2002 zeugen von guter Arbeit. Den größten Erfolg, nach fast 20 Jahren, erspielten sich unsere Herren I in der Runde 2000/2001. Nach mehrjährigem "Vize" ist es gelungen, die Meisterschaft nach Oedheim zu holen und somit wieder in die Herren Bezirksklasse aufzusteigen.
Dem standen die Damen I nicht nach. Die Bezirksligameisterschaft in der Runde 2001/2002 bedeutet den Aufstieg in die Landesliga. Einmalig seit unserem Bestehen!

In jüngster Zeit tut sich im Jugendbereich auch wieder was. Jugendliche, die vom Jugendleiter Stephan Bez und Markus Denz betreut werden (bisher von Stefan Zsebedits jun., in früheren Jahren auch noch von Erich Schenk), die für A- und B-Ranglisten des Bezirks Heilbronn und für die Schwerpunktranglisten der Bezirke Heilbronn/ Hohenlohe/Ludwigsburg, als Grundlage für die Teilnahme an den Württembergischen Einzelmeisterschaften nominiert werden, beweisen durch gute spielerische Veranlagung und Können, dass über kurz oder lang wieder guter Nachwuchs für die Herren im "Werden" ist.
Dies wird notwendig sein, denn seither war die TT-Abteilung eine "junge" Abteilung und soll es auch bleiben.
Es darf im Sport kein "müssen" geben, man muss es "wollen dürfen", als eine schöne Nebensächlichkeit, die Selbstbestätigung sein kann, in Verbindung mit Gesundheit und körperlicher Fitness.
Unser Grundgedanke: "Sport ist im Verein am Schönsten".
Nach diesem Motto soll auch weiterhin die Abteilungsarbeit verrichtet werden. Der Wandel der Zeit hinterlässt in unserer Abteilung, wie man so hört leider auch in anderen Vereinen und Tischtennisabteilungen, seine Spuren. Das Bewusstsein, das "ehrenamtliche Engagement", die unaufgeforderte Einsatz-bereitschaft, sich etwas mehr in die Gemeinschaft einzubringen, dass "jeder für jeden" da ist, lässt nach. Keiner hat mehr Zeit! Ist es wirklich so oder ist es nur "eine Ausrede" um nichts zu tun, nichts tun zu müssen.
Diesem allem entgegenzuwirken, entsprechend zu motivieren, sollte "muss" weiterhin die primäre Aufgabe einer funktionierenden Abteilungsführung sein. Aufgabenverteilung auf mehrere Schultern, dann macht es auch für den einzelnen wieder mehr Spaß.


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Die Abteilung stellt sich seit den Anfängen 1947 wie folgt dar:



Entwicklung der Abteilungsmitglieder / der Tischtennis-Interessierten im Verein

1957
1958
1982
2004
40
108
180
196
Ehrenmitglieder der Spvgg sind:

Heinrich Ullmann
Erich Schenk
Abteilungsleiter:
1949
1956 - 1963
1967 - 1983
1983 bis heute
Hermann Weber
Heinrich Ullmann
Erich Schenk
Armin Krauskopf
Jugendleiter
1967 - 1976
1976 - 1983
1983 - 1985
1985 -2004
seit 2004
Erich Schenk
Armin Krauskopf
Wolfgang Greis
Stefan Zsebedits jun.
Stephan Bez

Wir Gedenken unseren verstorbenen Tischtenniskameraden

Werner Koffinke
Ulrich Denz
Edmund Löser
Peter Heil
Karl-Heinz Huber
Johann Grasi